SP38
SP 38 zog in den späten 80er Jahren nach Paris, wo er in der Hausbesetzer-Szene aktiv war und und nach ersten Kontakt mit der Streetart begann seine ersten großen Plakate zu kleben. Er gehörte der Bewegung der ‚artistes sqatteurs’ an, die leer stehende Industriekomplexe besetzten und in Kunsträume verwandelten. Durch einen Zufall kam SP38 nach Berlin und fand sich in einem Paradies der leeren Flächen und grauen Wände wieder.
Die Arbeiten sind mit klaren Farben – rot, gelb und vor allem blau- mit Pinsel auf weißem Papier gemalt. Die Arbeiten passen sich von der Größe dem durchschnittlichen Plakat an und werden auch genau wie diese auf die Wände gekleistert. Genauso wie die klaren Farben sind Schrift und Symbole klar und deutlich – die vereinfachte Bildsprache und die gut lesbare Schrift lassen die gestalterischen Fähigkeiten des Künstlers erkennen.
Inhaltlich beschäftigt sich SP 38 mit seiner Umwelt und den Zeitgeschehen. Sagt er zwar selbst seine Arbeiten seien nicht politisch, so zeigen seine Arbeiten aber durchaus einen Umgang mit politischen Inhalten, er stellt kritische Fragen – verbunden mit seiner humoristische Herangehensweise findet eine spannende Auseinandersetzung statt. Die Streetart sieht er als Möglichkeit Arbeiten an unkonventionellen Orten zu zeigen, mit andere Künstler zu kommunizieren, ‚andere’ Ideen auszudrücken, sich zu bewegen, mit Farbe und Poesie graue Städte zu verändern.
Der öffentliche, urbane Raum spielt für SP 38 dabei eine zentrale Rolle und ist wesentlicher Bestandteil der Arbeiten: die am zahlreichsten plakatierte Aussagen VIVE LA BOURGEOISIE / WHO KILLS MITTE beziehen sich auf die Gentrifizierung des Stadtteils Mitte. SP 38 beobachtet die Veränderung seiner Umgebung, dabei stört er sich besonders am Verschwinden der individuellen urbanen Struktur und dem legendären kreativen Geist.
SP 38 withdrew in the late 80s to Paris, where he was in the active squatter scene. After first contacts with the streetart, he began his first big posters projects. He belonged to the movement, artists sqatteurs' who occupied empty industrial complexes and transformed them into art spaces. By a coincidence SP38 came to Berlin and found himself in a paradise of empty walls and gray urban spaces.
The works are created with clear colors ‒ red, yellow and especially with blue-brush painting on white paper. The works fit the size of the average billboard and are also glued with Kleister on the walls. Just as the clear colors and symbols ‒ the simplified visual language and easily readable fonts, are showing the creative abilities of the artist.
The content of SP 38 is dealing with its environment and current affairs. He says even his works were not politically, but his works are a correctly dealing with political content, he presents critical issues ‒ combined with his humorous approach will be an exciting battle instead. He sees Streetart as an opportunity to work on unconventional places and to communicate with other artists, others' ideas, to move, with richful colors and poetry to change cities.
Public urban spaces are playing a central role for SP 38 and is an essential part of the work. The most numerous statements placarded VIVE LA bourgeoisie / WHO KILLS MITTE relate to the gentrification of the neighborhood center. SP 38 observed the change in its environment, but it is especially disturbing in the disappearance of the individual urban structure and the legendary creative spirit.


