Bevor 1010 zur Streetart kam beschäftigte er sich schon mehrere Jahre mit Graffiti. 1993/1994 entstanden seine ersten Werke. Seit Anfang des neuen Jahrtausends hat er sich ganz der Streetart verschrieben. Schon immer faszinierten ihn Figuren und die Möglichkeit deren Ausdruck stetig zu verändern. Schnell ging er dazu über sich auf variierende Charaktere zu spezialisieren. Anfangs bestanden die so genannten Cutouts aus altem Zeitungspapier. Lediglich die Gliedmaßen seiner Männchen wurden von dem Künstler dazu gemalt. Anspruch hierbei war für 1010, möglichst reduziert und minimalistisch zu arbeiten und trotzdem einen hohen Effekt zu erzielen.
1010´s Hauptthematik ist die Idee, dass alle Menschen in seiner Umwelt, sich eingeschlossen, in vorgefertigten Verhaltensmustern und Strukturen hineinwachsen und so sehr darin verfangen sind, dass es nahezu unmöglich ist dies zu reflektieren.
„Jeder von uns ist auf eine oder andere Weise programmiert“ so empfindet 1010.
An seinem Verhalten selbst hatte damals 1010 entdeckt, dass er auf manche Reize funktioniert wie ein Automat. Vergleichbar mit dem pawlowschen Hund, der anfängt zu sabbern sobald er ein Glöckchen hört.
Fasziniert von einfachen halbautomatischen Verhaltensweisen, erkannte er sein Hauptthema für seine Streetart, selbstbestimmtes und unbewusstes Handeln.
Zusätzlich unterstreicht er dies mit dem aufbringen des Binärcodes auf die Männchen und gibt somit eine Hinweis auf das Thema Programmierung bzw. Codierung.
Inzwischen arbeitet 1010 mit weiteren Figuren, wie beispielsweise dem Dreiecksmann, dem Vogelwurm und den Fabriken. Dieses Jahr hat er begonnen mit Farben zu arbeiten und einer weiteren Techniken, dem Siebdruck.





